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Nahrungsergänzungsmittel werden mit dem Versprechen von Wissenschaft verkauft. Wir haben 583 davon auf einer transparenten 0–10-Evidenzskala bewertet, gestützt auf 8.250 kuratierte Studien und 1.999 Metaanalysen — und geprüft, was die Evidenz tatsächlich hergibt.
Kurz gesagt: Die Evidenz ist echt, aber stark konzentriert. Ein kleiner Kern ist gut belegt und sicher — der Großteil des Marktes ist eher Marketing als Wissenschaft.
Von Baher Al Hakim, Gründer, SupStack · Veröffentlicht 4. Juli 2026 · Täglich aus den Daten aktualisiert
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Auf einer 0–10-Skala bewertet, verteilen sich die 583 Supplemente so — die Evidenz konzentriert sich auf einen kleinen Kern:
Kreuzt man Evidenz mit Sicherheit, zeigt sich das eigentliche Problem: 27% (etwa jedes 4.) haben sowohl schwache Evidenz als auch eine Sicherheitswarnung.
42 Supplemente haben 15+ Studien und erreichen trotzdem keine 5/10. Beliebtheit und Studienmenge bedeuten nicht Wirksamkeit — einige der meistdiskutierten Supplemente gehören hierher:
Nur 12 Supplemente überspringen beide Hürden — starke Evidenz (8+) und eine hohe Sicherheitsbewertung:
Multivitamin ist mit 44 Studien das meistuntersuchte Produkt im Datensatz, erreicht aber nur 6/10. „Viel untersucht" und „nachweislich wirksam" sind nicht dasselbe.
Rund 37% der erfassten Supplemente (215) sind experimentelle oder Forschungsverbindungen. Sie erreichen im Schnitt 4.4/10 — und 20% haben nicht einmal genug Evidenz für eine Bewertung. Die Marketing-Energie zielt genau auf die Ebene mit der dünnsten Evidenz.
Wo die Forschung hinsteuert — die Supplemente mit den meisten neuen Studien der letzten 3 Jahre:
Die am besten belegten Supplemente sind die unspektakulären — Vitamine und Mineralstoffe führen; die Trend-Kategorien (Pilze, Peptide) liegen hinten. Durchschnittlicher Evidenz-Score je Typ:
Ordnet man Supplemente ihren Zielen zu, zeigt sich: Schlaf und Frauengesundheit sind am besten belegt — Langlebigkeit, das trendigste Feld, am schwächsten. Durchschnittlicher Evidenz-Score je Zielbereich:
58% der Supplemente (336) werden von mindestens einer Metaanalyse gestützt — dem Goldstandard der Evidenz. Und die Evidenz ist menschlich, nicht bloß Marketing: Die Scores stützen sich auf 2.803 RCTs und 1.999 Metaanalysen, und 75% der zitierten Studien sind klinische Studien am Menschen — nur 6% stammen aus Tier- oder In-vitro-Versuchen. Die Datenbasis ist aktuell: mittlere Studie aus 2019, 42% aus den letzten fünf Jahren.
194 Supplemente (33%) tragen eine „mit Vorsicht"-Sicherheitsbewertung — wegen Wechselwirkungen, kontraindizierter Gruppen oder Dosisempfindlichkeit. „Natürlich" ist kein Synonym für „harmlos".
Über die Einzelbewertungen hinaus verzeichnet der Datensatz 416 dokumentierte Wechselwirkungen mit Medikamenten — 27% der Supplemente haben mindestens eine. Johanniskraut allein steht mit 24 Medikamenten in Wechselwirkung:
Alle 583 Supplemente — suchen, filtern und nach Evidenz, Studien oder Sicherheit sortieren.
583 von 583
Manche ja, aber die Evidenz ist konzentriert. Von 583 bewerteten Supplementen haben nur 4% starke Evidenz, während 55% begrenzt oder unzureichend belegt sind. Ein kleiner Kern wirkt nachweislich — der Großteil des Marktes nicht.
Nach Typ führen Vitamine und Mineralstoffe. Das „evidenzbasierte Dutzend" (starke Evidenz + hohe Sicherheit) umfasst u. a. Creatine, Whey Protein, Omega-3, Probiotics, Sunscreen (SPF).
Nicht automatisch. 33% tragen eine „mit Vorsicht"-Bewertung, und 27% haben sowohl schwache Evidenz als auch eine Sicherheitswarnung. Johanniskraut allein hat Wechselwirkungen mit dutzenden Medikamenten.
Auf einer transparenten 0–10-Skala, die Studienmenge, -qualität (RCTs und Metaanalysen über Beobachtungsdaten), Konsistenz und Effektgröße gewichtet. Scores unter 3 gelten als „unzureichende Evidenz". Die vollständige Methodik ist öffentlich.
Die mit den meisten neuen Studien der letzten 3 Jahre sind u. a. Omega-3, Sulforaphane, Beta-Alanine, Inulin, Cistanche.
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SupStack bewertet jedes Supplement auf einer transparenten 0–10-Skala, die Studienzahl, Studienqualität (RCTs und Metaanalysen über Beobachtungsdaten), Konsistenz und Effektgröße gewichtet. Scores unter 3 gelten als „unzureichende Evidenz". Alle Zahlen werden live aus 583 Supplement-Datensätzen berechnet (Stand 4. Juli 2026).
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Alle Scores, Studienzahlen und Sicherheitsbewertungen sind öffentlich — durchsuchbar und über die kostenlose API abrufbar. Zur unabhängigen Überprüfung.
Zitieren: Al Hakim, B. (2026). Der Stand der Supplement-Evidenz [Datensatz]. SupStack. https://doi.org/10.5281/zenodo.21311542